Die Verfolgung der Bahai im Iran

Die Bahai sind Mitglieder einer Religion, welche sich im 19. Jahrhundert vom schiitischen Islam abgespalten hat. Der Religionsstifter Baha’u’llah wurde damals in Persien geboren, dem heutigen Iran.

Die Religion der Bahais unterscheidet sich trotz den gemeinsamen Wurzeln jedoch essentiel vom Islam. So sagte Abdu’l Baha (ein Sohn des Religionsgründers) zum Beispiell, dass wenn Religionen zu Streitigkeiten und Zwist führen, es besser sei ohne sie zu leben. Ein krasser Gegensatz zum ewig geltenden Islam, welcher die eine und die wahre Religion darstellen soll.

In der islamischen Welt gelten die Bahai wegen ihrer Glaubenspraxis als „Abgefallene“ und sind aus diesem Grund häufig Opfer von Diskriminierung und Verfolgung. Seit dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Ahmadi-Nejad hat sich die Situation der Bahai weiter verschlechter. Ihnen wird der Zutritt zu Schulen verweigert, ihre Grabstätten werden zerstört und sie werden teilweise festgenommen und inhaftiert. Es wird ihnen zum Beispiel vorgeworfen gegen den islamischen Staat zu arbeiten und diesen stürzen zu wollen, eine Straftat auf die der Tod steht.

Mehr Informationen zu den Bahai auf: http://www.bahairights.org

Tilman Nagel: „Islamophobie zulassen“

DiePresse.com veröffentlichte ein Interessantes Interview mit Tilman Nagel, einem bekannten und renommierten deutschen Orientalisten über das Thema Islam:
http://diepresse.com/home/panorama/religion/521871/index.do?from=gl.home_panorama

Wirklich sehr empfehlenswert. Aber sicher gibt es auch hier wieder einige Stimmen, die behaupten werden, dass dieser Mann doch keine Ahnung habe. Ich würde eher sagen, wenn einer eine Ahnung hat, dann Tilman Nagel.

Herr Nagel hat ausserdem im letzten Jahr das über 1000 Seiten starke Buch „Mohammed – Leben und Legende“ herausgebracht, in dem er sich mit dem Leben des „Propheten“ Mohammed auseinandersetzt. Zugegeben, die Dicke des Buches mag ja noch nichts über die Qualität des Inhaltes sagen, die vielen positiven Kritiken aus dem wissenschaftlichen Kreis schon.

Wer das Buch nicht kaufen möchte (kostet immerhin ca. 170 €), dem empfehle ich eine seiner frei erhältlichen Analysen:
Die islamische Herausforderung – eine kritische Bestandsaufnahme von Konfliktpotenzialen

Was bedeutet „Islam“?

Wen ich mit Leuten über den Islam spreche und anfange einige Punkte an ihm zu kritisieren, bekomme ich sehr häufig folgenden Satz zu hören:

„Aber was du da sagts stimmt doch nicht. Das sind doch nur einige Fanatiker, denn Islam heisst doch Frieden.“

Ich muss zugeben, auch ich habe früher in einer Art von Gutgläubigkeit dies sicher einmal so von mir weitergegeben, weil ich es von jemandem so aufgeschnappt habe. Doch ist es schlau, etwas einfach nachzuerzählen, ohne sich wirklich selbst Gedanken darüber zu machen und ohne sich wirklich mit der Materie zu beschäftigen? Die korrekte Antwort ist natürlich „nein“.

Was sagt die Wikipedia:

Der Islam (arabisch ‏إسلام‎ islām, „Unterwerfung (unter Gott) / völlige Hingabe (an Gott)“[1] ‏الإسلام‎ al-islām, „der Islam“) ist mit rund 1,1[2] bis 1,57 Milliarden[3] Anhängern nach dem Christentum (ca. 2,2 Milliarden Anhänger) die zweitgrößte Religion der Welt. Seine Anhänger bezeichnen sich im deutschsprachigen Raum als Muslime oder Moslems. Der Islam ist eine monotheistische abrahamitische Religion, die sich streng vom Polytheismus und auch von christlichen Vorstellungen wie Menschwerdung Gottes und Dreifaltigkeit abgrenzt. Bestimmendes Element ist die Lehre vom tauhīd, der Einheit Gottes.

Also kurz gesagt bedeutet Islam „Unterwerfung unter Gott“ und die Muslime sind hiernach „die sich Gott unterwerfenden“. Das Wort ist nur sehr entfernt verwandt mit dem arabischen Wort „Salām„, welches „Frieden“ bedeutet.